Das Streben nach Erkenntnis als Weg zur Selbsterlösung in Hermann Brochs Tierkreis-Erzählungen
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Ein Interpretationsversuch der Tierkreis-Erzählungen Hermann Brochs auf dem Hintergrund seiner gnostischen Gedankenwelt enthüllt uns Brochs einzigartige Stellung innerhalb der zeitgenössischen Kunst. Brochs zunächst hermetisch erscheinende Dichtung wird im Spannungsfeld von Suche, Erkenntnis und Erlösung verständlicher. Platonische Gleichnisse, gnostische Denkfiguren, und psychoanalytische Motive geben sich in diesen Erzählungen die Hand. Brochs besondere Sprache verbindet sie zu einem farbigen Teppich und hebt durch seine Erzählweise die Zeit auf. Im Kontrast mit anderen Künstlern der Avantgarde seiner Zeit wird deutlich, dass Broch kein weltflüchtiger Dichter ist, sondern dass seine Dichtung Ausdruck seines Ringens mit der ihm selbstgestellten Aufgabe ist, zur Erlösung der Menschheit beizutragen. -- Taking into account the author's gnostic beliefs, an interpretation of Hermann Broch's Tierkreis-Erzählungen reveals his singular position among his contemporaries. Although Broch's literature seems hermetic at first, it opens itself to the reader in the dynamic triangle of search, knowledge, and salvation. In these novellas, platonic allegories, gnostic thought patterns, and psychoanalytical motives are intricately intertwined. They create a rich mythical tapestry in which Broch essentially suspends time through his particular narrative style. In contrast to other avant-garde artists and thinkers of his time, Broch does not wish to flee the world. Instead, his works bring to light his ongoing efforts to save the world.
